online oder (n)online

Juli 30, 2008

Vor etwas mehr als einem Monat wurde zum achten Mal der aktuelle (N)ONLINER Atlas der Initiative D21 vorgestellt. Für alle, die sich mit dem Thema “Online-Fundraising” auseinandersetzen, eine sehr gute und interessante Hintergrundinformation zur Frage der Nutzung des Internet durch unterschiedliche Zielgruppen.

Der (N)ONLINER Atlas 2008 machte deutlich, dass durch eine Steigerung des Onliner-Anteils von 2007 60,2% um knapp fünf Prozent auf 2008 65,1% innerhalb eines Jahres nunmehr fast 2/3 aller Deutschen über 14 Jahre online sind. Besonders die Bundesländer Rheinland-Pfalz, das Saarland und Bayern hätten kräftig zugelegt; Spitzenreiter beim Onliner-Anteil wären allerdings weiterhin die Stadtstaaten Berlin (mehr als 70%) und Hamburg (rund 69%). Schlusslichter bleiben leider die östlichen Bundesländer, insbesondere Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, in denen der Onliner-Anteil trotz der jeweils zu verzeichnenden Zuwächse noch unter 60% liegt.

Die Männer haben dabei mit 72,4% gegenüber Frauen mit einem Wert von 58,3% klar die Nase vorne – die Schere ist hier im Vergleich zu den Vorjahren sogar wieder etwas auseinander gegangen. Dabei ist die Nutzung des Internet je größer, je mehr Personen in einem Haushalt leben (während Singles zu rund 46% online sind, sind es in Haushalten mit vier und mehr Personen rund 81%).

Positiven Einfluss auf die Internet-Nutzung hat auch der Bildungsstand. Neben der Gruppe der aktuellen Schüler, die mit rund 95% einen absoluten Spitzenplatz einnehmen, sind vor allem die Menschen mit Abitur, Hochschulreife, Fachabitur oder abgeschlossenem Studium mit Werten zwischen 83% und fast 90% Online-Affin.

Vor allem zugelegt haben die Onliner 50+. In dieser Altersgruppe ist ein Zuwachs von fast 14% zu verzeichnen. Spitzenreiter ist auch hier Berlin: 48,7% aller Berlinerinnen und Berliner, die älter als 50 Jahre sind, sind bereits online. Damit wird das Online-Fundraising natürlich auch für eine Zielgruppe relevant, die auf Grund ihrer Spendenbereitschaft besonders im Fokus des Interesses steht.

Eine spezielle Erhebung zum Thema “Nutzung des Web 2.0″ ist leider noch nicht in den Atlas eingebaut. Aber vielleicht kommt das ja noch.

Der (N)ONLINER Atlas 2008 kann als pdf heruntergeladen werden (Link: (N)ONLINER Atlas 2008), oder auch direkt per Post bestellt werden (genaues Vorgehen ist auf der Website der Initiative D21 nachzulesen).

Foto: Antonio Cangiano – Quelle: www.flickr.de

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