Gestern wurde die “Deutsche Kinderhilfe” mit einstimmiger Entscheidung aus dem “Deutschen Spendenrat” ausgeschlossen.

Hintergrund ist der Verdacht, dass es sich bei der von den Bielefelder Unternehmern Frank Hippen und Holger Klinz gegründeten Organiation um einen Verein Organisation handelt, deren Konstruktion von Anfang an als Geschäftsmodell angelegt war. Es geht dabei anscheinend mehr um Gewinnstreben der Beteiligten, und weniger um die Hilfe für schutzbedürftige Kinder. So biete die Firma von Hippen & Klinz Unternehmen unter anderem Mehrwertprogramme zur Kundenbindung an, mit denen auch die Kinderhilfe werbe.

Vom Vorsitzenden der Deutschen Kinderhilfe wurde dieser Verdacht zurückgewiesen. Er verwies darauf, dass die Deutsche Kinderhilfe vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt sei. Der Verein wolle nach dem Ausschluss aus dem Spendenrat nun statt dessen versuchen, das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für Soziale Fragen (DZI) zu erwerben.

Ob das allerdings tatsächlich realistisch ist, darf angefragt werden. Der Deutsche Fundraising Verband hat bereits in einer Stellungnahme auf die jüngst verabschiedeten ethischen Grundregeln des Fundraising verwiesen. Rüdiger Sornek, Vorsitzender des Fundraising Verbandes, machte deutlich, dass die Deutsche Kinderhilfe diesen Ethik-Regeln nicht entspräche. Und die ethischen Maßstäbe des DZI dürften ja eigentlich nicht geringer sein, als die des Fundraising Verbandes.

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Foto: historicist – Quelle: www.flickr.de

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