Money, Money, Money …

April 24, 2008

Manchmal kräuseln sich mir regelrecht die fundraisischen Nackenhaare, wenn ich manche Leute über „Fundraising“ reden höre. Vor allem, wenn der finanzielle Aspekt des Fundraising so sehr an Übergewicht gewinnt, dass wirklich nicht mehr erklärbar ist, warum im Deutschen weiterhin von „Fundraising“ geredet wird, statt den einfachen und für jeden verständlichen Begriff „Spendeneinwerbung“ zu verwenden.

Im Moment geht es mir gerade bei einer Veranstaltung zum Thema „Fundraising für Schulen und Internate“ so. Besonders misslich dabei, dass die entsprechende Definition von Referenten genutzt wird, so dass das interessierte und lernwillige Auditorium im Handumdrehen auf eine Fährte gesetzt wird, die leicht in die falsche Richtung führen kann.

Und wenn dann in diesem Kontext auch noch von „betteln“ gesprochen wird, wünschte ich mir, dass die entsprechenden Referenten doch möglichst bald mal die Fundraising-Ausbildung an der hier als „Kreuzer-Akademie“ titulierten Fundraising Akademie durchlaufen sollten, um ein etwas umfassenderes Bild von dem zu erhalten, was Fundraising eigentlich ist.

Erfreulicherweise gibt es allerdings auch Referentinnen und Referenten, bei denen der kommunikative Aspekt des Fundraising, die Themen bürgerschaftliches Engagement oder Know-how-Transfer, oder auch schlicht „Begeisterung wecken und Zusammengehörigkeit fördern“ im Vordergrund stehen, und das Stichwort „Geld“ nicht mal in einem Nebensatz vorkommt.

Ich glaube, es ist sehr wichtig, dass Fundraiserinnen und Fundraiser immer wieder deutlich machen, dass die Gewinnung von Spenden nur einen (sicherlich nicht unwichtigen) Teilaspekt des Fundraising umfasst, und dass es eigentlich um viel mehr geht. Vielleicht dringt das dann ja auch langsam aber sicher in die Herzen und Köpfe der Menschen ein.

Foto: Frank Ulbricht - Quelle: www.pixelquelle.de

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