geldfalle.jpgMittlerweile nimmt auch die professionelle Fundraising-Szene zu der gesamten UNICEF-Affaire verstärkt Stellung. So äußerte sich mittlerweile Dr. Thomas Kreuzer, Leiter der Fundraising Akademie in einem epd-Interview und mahnte den Nachholbedarf in Sachen “Transparenz” an, den das deutsche Fundraising im Vergleich zu Amerika habe. Auch Silvia Starz, Geschäftsführerin des Deutschen Fundraising Verbandes nahm gegenüber dem WDR Stellung und machte deutlich, dass der Verband eine provisionsbasierte Bezahlung des Fundraising ablehne. Und der Vorsitzende des Deutschen Fundraising Verbandes, Rüdiger Sornek, warf in einem Interview mit der Berliner taz der UNICEF vor, dass man mit der gezeigten “Großzügigkeit und Unbekümmertheit als Führungsprinzipien … sicher jedes Vertrauen der Spender” verliere.

Eine ganz gute Zusammenstellung der Pressereaktionen finden Interessierte auf dem Weblog von Alexa Gröner, die Interviews der letzten Tage von Vertretern des Fundraising Verbandes und der Fundraising Akademie zusammengestellt hat.

Die epd-Meldung: Spenden-Experte Kreuzer: UNICEF-Skandal zeigt Mangel an Transparenz

Das Interview des WDR/Panorama mit Silvia Starz: Umstrittener Beruf Spendensammler

Das Interview der taz mit Rüdiger Sornek: “Spendervertrauen ist angekratzt”

Bild: Ernst Rose – Quelle: www.pixelquelle.de

3 Responses to “UNICEF: Professionelles Fundraising nimmt Stellung”

  1. Chukky213 Says:

    Wir sind bestätigt wurden!
    Und fühlen uns beschämt. Schämt euch in Grund und Boden. Jeder redete über Spenden, die eh nicht ankommen, in dem Umfang, welcher im Verhältnis zum Aufwand steht. Aber wollten wir wirklich bestätigt werden? Wie beschäment ist die Wahrheit denn wirklich? Spenden für Kinder, die ohne Zweifel unsere Hilfe brauchen, werden für Feste und Feiern und Catering von Anzug Trägern ausgegeben! Schämt euch!!
    Und dann diese Pressekonferenz. Inszenierung pur. O-Ton. Wir geben 20 Euro für Schulränzen, 25 Euro für Kleidung ect. an die Kinder weiter….. Was soll ein Afrikanisches Kind denn mit nem Schulranzen von Scout oder so??? Unglaublich, aber wir werden bestätigt, in Gerüchten, die mal wieder zeigen, das daran öfters was wahres dran ist, wie das Volk es Wahrhaftig wissen möchte…


  2. @ Chukky213

    Ganz genau wird mir der Adressat dieses Beitrages nun zwar nicht klar, aber die grundlegende Verärgerung, die hier durchscheint, ist mir verständlich.

    Für mich macht dies nur nochmal sehr deutlich, dass es dringend notwendig ist, dass im Fundraising absolute Transparenz oberstes Gebot ist, und dass man im Fundraising auch nicht verschweigen sollte, dass die Bemühungen, Freundinnen und Freunde für ein gutes, gemeinsames Projekt zu finden, nicht kostenfrei zu realisieren sind. Jedenfalls nicht dann, wenn man Erfolg haben will, um damit auch nachhaltig helfen zu können.

    Walter Jungbauer


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