Als ich vor einigen Tagen einen Beitrag über Martin von Tours auf Deutschland-Radio hörte, ging mir wieder ein Gedanke durch den Kopf, der mir schon bei dem Martins-Umzug mit einem meiner Söhne durch den Kopf geschossen war: Warum ernennen wir Fundraiserinnen und Fundraiser nicht eigentlich Martin von Tours & Elisabeth von Thüringen zu unserer Patronin und unserem Patron?
Ein Patron ist eine besonders vorbildhafte Gestalt, in der die besonderen Merkmale einer Berufsgruppe deutlich werden. So haben die Ärzte Caesarius von Nazianz (der ebenfalls Mediziner war) als Patron, die Bienenzüchter Ambrosius von Mailand (die Legende erzählt, dass Bienen ihm Honig in den Mund geträufelt hätten, als er noch in der Wiege lag, und dass er später “honigsüß” zu sprechen vermochte), die Zimmermänner Josef, den “Vater” Jesu (der ja selber Zimmermann gewesen sein soll).
Martin von Tours und Elisabeth von Thüringen wären m.E. ganz herausragend als Patronin und Patron geeignet, da sie beide sich dadurch ausgezeichnet haben, dass sie die Selbstlosigkeit und das Teilen vorgelebt haben.
So hat Martin der Legende nach seinen Mantel mit einem armen und frierenden Bettler geteilt, und die Martins-Hörnchen schmecken ja auch nur, wenn man sie miteinander teilt. Und Elisabeth hat als wohlhabende Frau Kleider und Schmuck verkauft, um Armen zu helfen, und mit diesen ihr Brot geteilt.
Unsere Aufgabe als Fundraiserinnen und Fundraiser ist es u.a., Freundinnen und Freunde für gemeinnützige Projekte zu gewinnen, die sich selbstlos mit Zeit, Engagement oder ihrem Vermögen für dieses Projekt einsetzen. Also Menschen, die sinnbildlich ihren Mantel oder ihr Brot mit anderen teilen.
Die Beiträge zu Martin von Tours auf Deutschlandradio:
Foto: R.B. - Quelle: www.pixelquelle.de
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