Marke: Caritas

November 1, 2007

pixelquelle.deAuf Deutschland-Radio kam vorgestern ein sehr interessanter Beitrag zum Thema Profilbildung.

In der Sendung “Tag für Tag” wurde über Entwicklungen in der Caritas berichtet, sich klar als Beratungs-Organisation zu profilieren. Eine solche klare Profilierung wird die Caritas m.E. auch für potentielle Unterstützerinnen und Unterstützer noch attraktiver machen.

Dabei geschieht diese Profilierung als Beratungsorganisation durchaus nicht ohne Widerspruch innerhalb der Kirche. Auf Grund sinkender Kirchensteuereinnahmen, Zuschüssen und Unterstützung von Ländern und Kommunen werde immer wieder die Frage virulent, ob diese Beratung überhaupt ein notwendiger kirchlicher Dienst sei. Für den Präsidenten des Deutschen Caritas-Verbandes, Prälat Dr. Peter Neher, und den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Karl Kardinal Lehmann ist eine solche Frage nicht verständlich: Es gehöre untrennbar zum Sendungsauftrag der Kirche, das heilende Handeln Gottes für die Menschen erfahrbar zu machen. (Sic!)

Der Pressesprecher des Kölner Caritasverbandes, Alfred Hovestädt, macht dabei deutlich: “Natürlich beraten wir aus einer bestimmten Grundhaltung heraus.” Menschen, die zur Beratung bei der römisch-katholischen Caritas gingen, müssten natürlich wissen, dass die Beratung auf einem bestimmten theologisch-ethischen Hintergrund erfolge. Damit profiliert sich die Caritas natürlich auch gegenüber den entsprechenden kirchlichen Angeboten anderer Kirchen und verstärkt ihr Alleinstellungsmerkmal.

Nichtsdestotrotz bleibt Beratung Ergebnisoffen. Sonst wär sie ja keine Beratung. Beratung ist darauf angelegt, dass Menschen selbst in die Lage versetzt werden, ihre eigenen Probleme zu lösen. Darauf arbeiten wir hin. Und wir tun das mit einem ganz konkreten Profil. Einem Profil, das sich aus dem Evangelium heraus nährt. Und darum geht es“, so Hovestädt.

Der Bericht auf “Tag für Tag”: Caritas-Kongress

Foto: S. Hofschlaeger - Quelle: www.pixelquelle.de

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